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    Ehejubiläum 2026

    Ehejubiläum 2026

    Viel Ehe-Erfahrung, rote Rosen und ein Besuch beim Eheberater

    Pfarrverband Fürstenzell lud die Paare zu einer Feier ein – Stunden mit Gebet und viel Lachen


    Wer 25, 40, 50 oder gar 65 Jahre verheiratet ist, weiß: Eine Ehe braucht Liebe, Geduld und gelegentlich starke Nerven. Wie gut das zusammenpasst, zeigte sich am Sonntag beim Ehejubiläum des Pfarrverbandes Fürstenzell. In der Pfarrkirche wurde gebetet und gesungen, im Pfarrzentrum gelacht und gefeiert.

    29 Paare hatten sich angemeldet. Unter den Gästen waren auch die Eltern von Pfarrer Wolfgang de Jong. Er hatte sie eigens aus Altötting geholt. Seit 65 Jahren sind sie, 93 und 86 Jahre alt, verheiratet. Obwohl sie kaum jemanden kannten, genossen sie das muntere Fest und fanden rasch Gesprächspartner.

    „Gemeinsam auf den Weg machen“ lautete der Leitgedanke des Pfarrers. Dass man dabei gelegentlich auf den Holzweg gerät, verschwieg er nicht. In seiner Predigt empfahl er drei Tugenden: Gelassenheit, um Unveränderliches hinzunehmen, Mut, um Dinge zu ändern, und Weisheit, um beides zu unterscheiden. Gerade in einer langen Ehe kann das nicht schaden. Zum Abschluss des von den Chören aus Bad Höhenstadt und Engertsham gestalteten Gottesdienstes segnete de Jong jedes Paar einzeln und wünschte allen noch viele gemeinsame Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit.

    Im Pfarrzentrum warteten festlich gedeckte Tische auf die Jubilare. Helfer der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen hatten ganze Arbeit geleistet. Für jedes Paar gab es eine rote Rose mit einem Spruch und Erinnerungsfotos.
    Dass lange Ehen reichlich Stoff für Geschichten liefern, bewies Helmuth Rücker mit seiner launigen Moderation. Seit vielen Jahren lässt er sich von Jubelpaaren erzählen, wie sie sich kennengelernt haben und was das Leben aus ihren Plänen gemacht hat. Als er vor gut 20 Jahren nach Fürstenzell kam, kannte er kaum jemanden. Durch diese Gespräche sei er hier erst richtig heimisch geworden. Zu manchen Paaren entstand eine enge Verbundenheit. Eine der Liebesgeschichten war so ungewöhnlich, dass mancher im Publikum meinte, sie gehöre verfilmt.

    Auch freche Sprüche durften nicht fehlen. Auf die Frage nach den drei wichtigsten Wörtern seiner Ehe antwortete ein Mann: „Du hast Recht.“ Nicht „Ich liebe dich“? Doch, natürlich auch. Aber mit „Du hast Recht“ sei er im Ehealltag wesentlich weitergekommen.
    Drei Frauen aus Engertsham setzten mit ihrem Sketch „Besuch beim Eheberater“ noch eins drauf. Ihre doppeldeutigen Dialoge ließen das Publikum zunächst an Probleme im Schlafzimmer denken. Die überraschende Auflösung bleibt ein Geheimnis. Gelacht wurde jedenfalls kräftig.

    An den Tischen wurde erzählt, gelacht und manche Erinnerung aufgefrischt. Die Stunden vergingen wie im Flug. In fünf Jahren – so Gott will – wollen die Jubilare wieder dabei sein. Denn wer seit Jahrzehnten gemeinsam durchs Leben geht, hat sich noch immer etwas zu erzählen. Nicht nur dem eigenen Ehepartner.


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    Text: Helmuth Rücker


     
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